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© 2014 Christine Welter


Deportation from Cologne to Theresienstadt in July 1942. Testimony of Herta Heim.
Excerpt from the testimony of Herta Heim (born: Herta Moses), describing her deportation from Cologne, the conditions during the trainride and the arrival to Theresienstadt in July 1942. Interview conducted by the USC Shoah Foundation Institute.

Herta Heims Vater, Louis Moses, war ein Sohn, der am 2.2.1845 in Gladbach geborenen Jüdin Veilchen (Fanny) Moses, geborene Salomon.
Herta Heim, geb. Moses, verw. Bodenheimer schreibt in einem Brief an den damaligen Oberbürgermeister Schmelzer vom 25. Oktober 1979:
„Mein Name ist Herta Heim, geb. Moses verw. Bodenheimer aus Neuwied. …
Ganz kurz möchte ich schildern, was mein Leben war. – Im Jahre 1938 hat man uns das Geschäft Engerserstr. 34 zerstört alles aus der Wohnung auf die Straße geworfen meinen Mann Sally Bodenheimer nach Dachau gebracht. März 1939 habe ich meine drei kleinen Kinder 6, 8, 11 Jahre nach Holland gesandt um sie geschützt zu haben. 1940 hat man sie dort als die Deutschen nach Holland kamen in das Lager Westerborg gebracht. 1943 hat man sie getrennt und zwei nach Bergen-Belsen transportiert. Fünf Jahre war ich von meinen Kindern getrennt. – Im Jahre 1942 kam mein Mann und ich nach Theresienstadt. Januar 1944 plötzlich kam ein Transport von Holland mit meiner Tochter. 10 Tage später die zwei Kleinen aus Bergen-Belsen. Am 28. September 1944 transportierte man meinen Mann nach Auschwitz ich sah ihn nie wieder. Alle umgebracht, in der Nacht hatte ich meinen ersten Herzinfarkt. Drei meiner Geschwister und fast alle meine Familien Mitglieder sind umgekommen. – Ich schreibe nicht gerne alle diese Erlebnisse, es fällt mir sehr schwer. Da ich nicht mehr die Jüngste bin möchte ich zu gerne mit meinen Mädels noch einmal in die Stadt wo wir alle geboren sind.“

bodenheimer_sally

Amy Vogel „My Oma-ma turns 100“

Herta Heim starb kurz vor ihrem 105. Geburtstag in den USA.
Zum Nachruf des Deutsch-Israelischen Freundeskreises e. V. Neuwied

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sally Bodenheimer, * 27.4.1891,

deportiert am 27.7.42 nach Theresienstadt
ermordet am 28.9.44 in Auschwitz

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Kurt Bodenheimer, * 20.8.1929,
ermordet am 16.8.44 in Auschwitz

Neuwied, Mittelstraße 11 (früher Engerserstraße 34)
Geschäft für Strümpfe und Dekoration

Gedenkbuch des Bundesarchivs Berlin:

Bodenheimer, Salomon Sally:

geboren am 27. April 1891 in Niederhochstadt / Landau i. d. Pfalz / Bayern (Pfalz)
wohnhaft in Neuwied
Inhaftierungsort:
5. November 1938 – 25. November 1938, Dachau, Konzentrationslager
Deportationsziel:
ab Trier – Köln
27. Juli 1942, Theresienstadt, Ghetto
8. September 1944, Auschwitz, Vernichtungslager
Todesdatum/-ort:
für tot erklärt

Bodenheimer, Kurt:

geboren am 20. August 1929 in Neuwied / – / Rheinprovinz

wohnhaft in Neuwied
Emigration:
30. März 1939, Niederlande
Deportationsziel:
ab Westerbork
15. September 1943, Bergen – Belsen, Konzentrationslager

Fotos:  Holocaust-Museum Yad Vashem Jerusalem

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