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Archive for Januar 2012


Fotos: © 2012 Christine Welter

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Zwanzig großformatige Fotos greifen die Bereiche Sterben und Tod, Übergang und Jenseits, Einsamkeit, Schmerz und Verletzung, Verwirrung, Starre und Trauer sowie Verwandlung, Hoffnung und Neubeginn auf. Sie sind nur eine kleine Auswahl von einer umfangreichen Bildserie zum Thema.

Die Bilder der Ausstellung sind deutungsoffen und doch auch eindeutig und themenspezifisch. Sie regen zum Nachdenken an über das eigenen Leben, über die eigene Vergänglichkeit, über eigene Verlusterfahrungen und machen zugleich Mut und geben Hoffnung.

Die Fotos sind auf einem Trägermaterial aus Kunststoff aufgezogen und rückseitig mit zwei Aufhänger versehen. Das Format beträgt 59 x 48 cm. Die Ausstellung kann gegen eine Gebühr ausgeliehen werden.

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Fotos: © Christine Welter

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1996 erklärte Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Er erinnert an die über sechs Millionen Juden und die vielen anderen Menschen die Opfer des nationalsozialistischen Rassen- und Größenwahns wurden. Sinti und Roma, Frauen und Männer des Widerstands, politisch Andersdenkende, Homosexuelle, behinderte Menschen, Künstler, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter …

„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ so Herzog.

„Historischer Hintergrund ist die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee. Auschwitz steht symbolhaft für den Völkermord und für die Millionen Menschen, die durch das Nazi-Regime entrechtet, verfolgt, gequält oder ermordet wurden.

In der südpolnischen Stadt Oswiecim bei Krakau hatte die SS von April 1940 an das größte ihrer Arbeits- und Vernichtungslager bauen lassen. Es bestand aus dem Stammlager, dem drei Kilometer entfernten Lager Birkenau, in dem sich die Gaskammern und Verbrennungsöfen befanden, und 45 Zwangsarbeitslagern bei Fabriken in der Umgebung. In dem Gebiet waren bis zu 155.000 Menschen zusammengepfercht. Insgesamt wurden in Auschwitz von Anfang 1942 bis Ende 1944 schätzungsweise rund 1,5 Millionen Juden sowie viele tausend Sinti, Roma und Polen umgebracht.“
Quelle: Bundesministerium des Innern – Internetredaktion (Referat Presse; Internet)

Am 1. November 2005 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Januar in einer Resolution offiziell zum internationalen Holocaustgedenktag (International Day of Commemoration in Memory of the Victims of the Holocaust).

Der Deutsch-Israelische Freundeskreis Neuwied e.V. lädt für Freitag, den 27. Januar um 18 Uhr zu einem ökumenischen Gedenkgottesdienst in die Marktkirche Neuwied ein.

Zum Gedenken an die Jüdische Gemeinde Neuwied_MG_3554_blog
Zum mahnenden Gedenken – An dieser Stelle errichtete die jüdische Gemeinde 1894 ihre Volksschule. Diese wurde im November 1938 gewaltsam geschlossen. Die danebenstehende – 1748 erbaute Synagoge – wurde geschändet und niedergerissen.
1933 – 1945
Den über 200 toten jüdischen Mitbürgern zur Ehre und zur Erinnerung.
1992
Mahnmal in Neuwied

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Gedenktafel im Stadteil Niederbieber.
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Der alte Jüdische Friedhof  befindet sich im Stadtteil Niederbieber in der Kurt-Schumacher-Straße und ist seit 1985 unter Denkmalschutz. Er ist im nördlichen Rheinland-Pfalz eines der größten jüdischen Friedhöfe. Es sind noch 661 Grabsteine erhalten. Auf 294 Gräbern gibt es keinen Grabstein mehr.

Auf 534 Seiten legt der Autor Naftali Bar-Giora Bamberger eine Dokumentation sämtlicher Grabstätten des jüdischen Friedhofes und die Übersetzung der zum Teil hebräischen Inschriften auf den Grabsteinen vor:
Memor-Buch
Der Jüdische Friedhof in Neuwied-Niderbieber.
Herausgeber: Deutsch-Israelischer Freundeskreis Neuwied e.V.
Erscheinungsjahr: 2000

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Drei von 216 verlegten Stolpersteinen in Neuwied und den Stadtteilen. Weitere  18 Verlegungen folgen in diesem Jahr. In über 300 Orten Deutschlands liegen STOLPERSTEINE, ebenso in Österreich, Ungarn und in den Niederlanden. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt der Künstler Gunter Demnig der Initiator der Stolpersteine.

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Zentrale Holocaust-Gedenkstätte Deutschlands in Berlin
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Fotos: © Christine Welter

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Kiesgrube

Kiesgrube

Auf dem Weg

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…Erschöpfung, Unruhe, Angst, Unlust, Verspannungen, Enttäuschung, Scham, Angst, Erwartungsängste, Versagensängste, Energiemangel, Schlafstörungen, innere Leere, Rückzug, Motivationsverlust, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Existenzangst, Depression, Suizidgedanken…
„…eine Erosion der Werte, der Würde, des Geistes und des Willens — eine
Erosion der menschlichen Seele. Es ist ein Leiden, das sich schrittweise und
ständig ausbreitet und Menschen in eine Abwärtsspirale zieht, aus der das
Entkommen schwer ist“ (Maslach & Leiter, 1997; Übers.: MB).


Fotos: © Christine Welter

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Fotos: © 2011, 2010 Christine Welter

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aus der PRESSEMITTEILUNG des Caritas der Diözese Speyer:

Alles hat seine Zeit

Über 100 Hospizbegleiterinnen und -begleiter beschäftigen sich mit „ihrer Zeit“

„Alles hat seine Zeit“: Mehr als 100 Hospizbegleiterinnen und –begleiter ließen sich bei ihrem Begegnungstag im Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen auf dieses Thema ein. Sie wurden dabei geführt von einem Impulsreferat der Diplom-Theologin Catrina E. Schneider sowie einer Präsentation von Bildern und Texten, die sie mit der Fotografin Christine Welter zusammengestellt hat.


Catrina Schneider (links) und Christine Welter

… In ihrem Vortrag, der den ersten Teil des Tages markierte, spannte Catrina E. Schneider einen weiten Bogen: Sie beleuchtete das Thema „Zeit“ als pure Größe, in physikalischer und philosophischer Dimension, in bekannten Redeweisen, sie verwies aber auch auf das Buch Kohelet und stellte ihren Zuhörerinnen und Zuhörern immer wieder die Frage, was für sie Zeit bedeutet, wie sie sie nutzen und was es bedeutet, „Zeit zu haben“. Sie stellte auch die Beziehung her zwischen Zeit und der Begleitung sterbender Menschen. Ihre Ausführungen deckten sich mit den Erfahrungen der Hospizbegleiter, dass die Menschen ihre „verbleibende Zeit“ sehr unterschiedlich nutzen und erleben: Das sind auf der einen Seite diejenigen, für die Stichworte gelten wie quälend langsam, abrupt, Angstzeit, gähnend leer oder isoliert – oder auf der anderen Seite lebenssatt, zufrieden, rückblickend auf eine „erfüllte Zeit“.

Mit vielen Wortkärtchen, alle mit Begriffen, in denen „Zeit“ vorkommt, hatten die Teilnehmer des Tages dann Gelegenheit sich auszutauschen: „Wie erlebe ich Zeit – im Umgang mit mir selbst, in meiner derzeitigen Lebenssituation, in meinem Ehrenamt und Beruf?“ Dabei trat vieles zu Tage, was den Teilnehmenden sonst gar nicht so bewusst ist: dass plötzlich genügend Zeit da ist und man nicht auf die Uhr schaut, wenn man am Bett eines sterbenden Menschen sitzt; dass man notorisch unpünktlich nur deshalb ist, weil man gerne in einer Tätigkeit verweilt und nicht immer hektisch auf die Uhr schauen will; und dass man manchmal gar nicht so wichtig genommen wird, wenn man zugibt, dass man Zeit hat.

Für die Hospizbegleiterinnen und –begleiter war diese „Auszeit“ eine Gelegenheit, ihr „Zeitmanagement“ zu hinterfragen und sich bewusst zu werden, wie für sie persönlich der Umgang mit diesem kostbaren Gut aussehen kann.

Herausgegeben von:
Caritasverband für die Diözese Speyer
Text und Bild:
Brigitte Deiters

Ergänzende Materialien:
Eine Bildkartei zum Thema „Verlust – Abschied – Neubeginn“ mit Symbolfotos zum Einsatz in Gruppen und bei der Arbeit mit Einzelnen ist bei bildfolge – werkstatt für fotografie & gestaltung erhältlich. Außerdem gibt es eine Ausstelllung mit 20 ausgewählten Motiven aus der Bildkartei im Format 59 x 48 cm, die gegen eine Gebühr ausgeliehen werden kann. Sie eignet sich hervorragend für hospizliche Veranstaltungen.

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Jökulsárlón ist Islands bekannteste Gletscherlagune, sie befindet sich am südlichen Teil des Vatnajökull, am Fuße des kalbenden Gletschers Breiðamerkurjökull. Mit über 250 Metern Tiefe ist die Lagune Islands tiefster See. Jölkulsárlón ist vom Meer nur durch eine enge Passage getrennt. Die Gletscherlagune liegt zwischen Höfn und dem Nationalpark Skaftafell, direkt an der Ringstraße.
Die Fotos entstanden während einer Islandreise im Juli 2010.

Jökulsárlón

Gletscherlagune

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Fotos: © 2010 Christine Welter
[Jökulsárlón]

Die Gletscherlagune war für mich eines der Highlights der beeindruckenden Islandreise.

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Police (deutsch Pölitz) ist eine Stadt im Nordwesten Polens in der Woiwodschaft Westpommern. Die Kleinstadt, die eines der größten Chemiewerke Polens beherbergt, hat etwa 35.000 Einwohner und ist Sitz des Powiat Policki (Kreis Police).
Noch heute sind dort die Überreste der Hydrierwerke, die zur Herstellung von synthetischem Benzin dienten, zu sehen.
„Im Jahre 1937 war die Entscheidung über den Bau der „Hydrierwerke Pölitz AG“ gefallen. Der Hauptinvestor waren die IG Farben. In diesem Zusammenhang entstand im Nordteil von Pölitz eine neue Wohnsiedlung mit Infrastruktur. Am 01.10.1939 wurde der Kreis Randow aufgelöst und Pölitz in die Stadt Groß-Stettin eingemeindet. Auf dem Gelände um die Hydrierwerke wurden für mehrere tausend ausländische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene Gemeinschaftslager errichtet, z.B. Pommernlager, Nordlager, Tobruklager, Wullenweferlager, Dr. Dürrfeldlager, Arbeitserziehungslager „Hägerwelle“ und eine Strafkompanie auf dem Dampfer „Bremerhaven“ für 100 polnische Arbeiter. Die Zahl der beschäftigten Zwangsarbeiter überschritt bedeutend die Einwohnerzahl von Pölitz. Im Herbst 1944 wurde in Pölitz-Messenthin das KZ Stutthof – Außenlager Pölitz errichtet. Das Bestehen von kriegswichtigen Anlagen hat dazu beigetragen, dass sie zahlreichen Luftangriffen der Alliierten Luftwaffe ausgesetzt waren. Die ersten Angriffe aus der Luft durch die Alliierten gab es bereits im August 1940, die schwersten fanden jedoch im Jahre 1944 statt. Nach jedem Luftangriff wurden die Hydrierwerke wieder aufgebaut oder repariert. Im März 1945 befand sich die gesamte Stadt, einschließlich der Hydrierwerke, unter dem Feuer russischer Artillerie. In dieser Zeit begannen deutsche Behörden mit der Evakuierung der Lager in den Westen. Am 26. April 1945 eroberte die sowjetische Armee die Stadt Pölitz und das Fabrikgelände. Auf Grund einer Vereinbarung zwischen den polnischen Behörden und dem sowjetischen Militärkommando wurde die sogenannte Pölitzer Enklave mit Odermünde, Messenthin, Pölitz, Jasenitz, Damuster, Königsfelde, Hammer, Wilhelmsdorf und Ziegenort errichtet. Die deutsche Verwaltung mit dem Landrat Erich Spiegel blieb noch auf dem Gebiet. Diese Enklave befand sich bis zum 25.September 1946 unter sowjetischer Militärverwaltung der Besatzungszone Mecklenburg. Auf dem Gebiet der Fabrik „Hydrierwerke AG“ wurde ein Lager für deutsche Kriegsgefangene errichtet, die bei der Demontage der Anlage beschäftigt waren. Während dieser Zeit unterhielt Pölitz keinerlei Kontakte mit polnischen Behörden in Stettin. Nur das Postamt der Stadt hatte postalische Verbindung mit der deutschen Post in der sowjetischen Besatzungszone Mecklenburg – Vorpommerns. Dieser Postbetrieb wurde erst am 24. September 1945 unterbrochen, als das polnische Postamt in Stettin in dieser Enklave den Postverkehr ihrem angegliedert hatte. Am 7. September 1946 hatte die polnische Stadtverwaltung die Vorstadt Messenthin, am 19. September Pölitz und Jasenitz und erst am 25. September das Fabrikgelände der ehemaligen Hydrierwerke übernommen. In dieser Zeit kamen auch die ersten polnischen Ansiedler. Im Jahre 1953 wurden in der Pölitzer Siedlung die politischen Flüchtlinge aus Griechenland und Mazedonien aufgenommen. In den nachfolgenden Jahren begann der Aufbau der Stadt Pölitz. Seit 1965 waren bestimmte Änderungen eingetreten, die mit dem Bau des Chemischen Kombinats Police verbunden waren. Diese Arbeiten wurden nach vier Jahren beendet.“
Quelle: http://lazowski.szczecin.art.pl/police/historia-de.htm

Bei meinem Besuch im November 2011 führten mich Leszek und Janosz über das Gelände der Hydrierwerke, dabei sind die folgenden Aufnahmen entstanden. Der Gedanke, dass auf diesem Gelände Zehntausende von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangen geschunden, gequält und zu Tode gekommen sind, erfüllt mich als Deutsche mit großer Scham.


Fotos: © 2011 Christine Welter

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Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: eine Zeit zum Gebären / und eine Zeit zum Sterben, / eine Zeit zum Pflanzen / und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen, eine Zeit zum Töten / und eine Zeit zum Heilen, / eine Zeit zum Niederreißen / und eine Zeit zum Bauen, eine Zeit zum Weinen / eine Zeit für die Klage / und eine Zeit für den Tanz; eine Zeit zum Steinewerfen / und eine Zeit zum Steinesammeln, / eine Zeit zum Umarmen / und eine Zeit, die Umarmung zu lösen, eine Zeit zum Suchen / und eine Zeit zum Verlieren, / eine Zeit zum Behalten / und eine Zeit zum Wegwerfen, eine Zeit zum Zerreißen / und eine Zeit zum Zusammennähen, / eine Zeit zum Schweigen / und eine Zeit zum Reden, eine Zeit zum Lieben / und eine Zeit zum Hassen, / eine Zeit für den Krieg / und eine Zeit für den Frieden.

Kohelet / Prediger 3, 1-8

Foto-Lyrik-Band

Über den Foto-Lyrik-Band:
Kohelets Gedicht über die Zeit, dem der Titel „Alles hat seine Zeit“ entnommen ist, ist ein wunderbares Zeugnis seiner klugen Beobachtungen und verdichteten Reflexion. Es hat uns zu einer Ausstellung inspiriert, die mit diesem Heft ihre Begleitung findet. Wenn Sie diese Zeilen lesen, stehen Sie für einen winzigen Moment an genau diesem Punkt der Überlegung, ja Ihres Lebens – und schon ist er auch wieder vorüber. „Windhauch“, wie der Dichter Kohelet sagt, „alles ist Windhauch“. Die Zeit ist eine Kategorie, wie Immanuel Kant es nennt, die uns Menschen hilft, unser Leben zu strukturieren, in überschaubare Portionen zu teilen, ihm Rhythmus zu verleihen und in alledem doch Kontinuität herzustellen. Wie flüchtig wir die Zeit auch immer erleben, in ihr ist all unser Erleben gesammelt. Die Zeit gliedert unsere Lebensvollzüge: Freude und Leid, Leben und Sterben, Zweifeln und Hoffen finden immer in einem Rahmen von getakteter Zeit und konkretem Raum statt. Und doch machen wir alle auch die Erfahrung, dass dieselbe eine bestimmte Zeiteinheit gefühlt nichtig flüchtig oder aber ewig sein kann. Christine Welter sammelt Bilder und Eindrücke, Holz und Fundsachen, Blickwinkel und Perspektiven und verdichtet Momentaufnahmen zu bleibenden Eindrücken. Catrina E. Schneider sammelt Worte und Sprachbilder und verdichtet Ideenblitze und Essenzen menschlichen Erlebens in ihrer Lyrik.

52 Seiten, 21,0×14,8 cm, viefarbig, geheftet
Einzelpreis: 9,95 € Preise für größere Auflagen (ab 100) auf Anfrage


Foto: © Christine Welter

Ruach

Lass mich eine
hauchdünne Endlichkeit lang
Ewigkeit schmecken
einen Blick lang
einen Atemzug kurz
etwas für immer wissen.
Es muss entgleiten zurück zum Ursprung.
Ich aber werde mich erinnern,
dass mich einmal ein Geisthauch streifte;
und ruhig warten auf den Augenblick,
wenn sie wiederkehrt mit allen Antworten.

Catrina E. Schneider

Als ich mir vorgenommen hatte zu erkennen, was Wissen wirklich ist, und zu beobachten, welches Geschäft eigentlich auf der Erde getätigt wird, da sah ich ein, dass der Mensch, selbst wenn er seinen Augen bei Tag und Nacht keinen Schlaf gönnt, das Tun Gottes in seiner Ganzheit nicht wieder finden kann, das Tun, das unter der Sonne getan wurde …

Kohelet / Prediger 8,16/17


Foto: © Christine Welter

Segen

Sommertöchter knospen, blühen
wiegen sich im Rosenwind,
drehen werbend sich zur Sonne,
sind zu neuem Glück bestimmt.

Einmal möcht ich sie noch küssen,
einmal Eishauch noch verwehrn,
einmal unterm Glassturz schützen,
einmal Liebe noch vermehrn.

Dann werd ich unsichtbar und lausche
aus Himmelsblau und Sonnengelb
und bin im Wind, im Meeresrauschen,
das sie umgleitet, wenn sie gehn.

Nichts mag sie halten und die Flüsse,
die ihre Farben stromwärts führn,
solln alle Ewigkeiten fließen,
mein warmer Segen sie berührn.

Catrina E. Schneider

Freu dich, junger Mann, in deiner Jugend, sei heiteren Herzens in deinen frühen Jahren! Geh auf den Wegen, die dein Herz dir sagt, zu dem, was deine Augen vor sich sehen.

Kohelet / Prediger 11,9

Info für Institutionen:
Eine Ausstellung mit Fotografien (Format 70 x 50 cm plus Texttafeln) und Holzobjekten kann ausgeliehen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit einer Lesung im Rahmen einer Ausstellung oder einer Lichtbildpräsentation.

Kontakt:
Christine Welter · bildfolge – werkstatt für fotografie & gestaltung, Robert-Koch-Straße 18, 56566 Neuwied · info@bildfolge.de · www.bildfolge.de
oder Catrina Schneider · catrina.schneider@web.de · www.catrina-schneider.de
Alle Fotos und Texte sind urheberrechtlich geschützt, können aber gegen ein Honorar erworben werden. © Fotos: Christine Welter, info@bildfolge.de
© Texte: Catrina E. Schneider

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